Innovation sichtbar machen, heimische Industrie stärken und digitale Souveränität fördern
Die öffentliche Verwaltung in Deutschland steht vor der Aufgabe, digitale Leistungen schneller, effizienter und zugleich zukunftsfähig bereitzustellen. Open-Source-Software ist dabei längst kein Nischenthema mehr, sondern ein zentraler Baustein moderner IT-Architekturen der öffentlichen Verwaltung. Gleichzeitig ist Open Source ein wichtiger Treiber für die heimische Industrie. Sie eröffnet Unternehmen neue Innovationsspielräume, stärkt regionale Wertschöpfungsketten und trägt dazu bei, technologische Kompetenz in Europa nachhaltig auf- und auszubauen. IONOS etwa betreibt seinen Cloud-Stack auf Basis von Linux und KVM und stellt damit bereits heute die Produktivität von Open Source im Verwaltungskontext unter Beweis. Neben dem Aspekt der digitalen Souveränität steht dabei vor allem die Frage im Mittelpunkt, wie sich Innovation, Wirtschaftskraft und praktische Anwendbarkeit in der Verwaltung wirksam verbinden lassen.
Genau hier setzt ein breites Bündnis an: SUSE und Capgemini richten den Open Source Wettbewerb 2026 aus, IONOS, Cloudogu und die Heinlein Group unterstützen ihn als Partner. Vor diesem Hintergrund ist der Open Source Wettbewerb in diesem Jahr ein deutliches Signal für Zusammenarbeit, mehr Sichtbarkeit erfolgreicher Projekte und den Ausbau eines leistungsfähigen digitalen Ökosystems in Deutschland. Unter dem Motto „Moderne Verwaltung. Innovation. Digitale Souveränität“ sind Verwaltungen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene eingeladen, ihre Open-Source-Projekte bis zum 30. Juni 2026 einzureichen. Im Fokus stehen Lösungen, die Prozesse effizienter gestalten, digitale Abläufe voranbringen und die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung nachhaltig verbessern.
Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung übernimmt Schirmherrschaft
Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat die Schirmherrschaft für den Open-Source-Wettbewerb für Behörden und öffentliche Institutionen übernommen. Die Open Source Business Alliance – Bundesverband für digitale Souveränität e.V. hat die Initiative im März 2026 gestartet. Somit setzt die Übernahme der Schirmherrschaft durch das Ministerium ein starkes Signal für die Bedeutung von Open Source bei der digitalen Transformation der Verwaltung.
Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, betont in seinem Statement zur Übernahme der Schirmherrschaft: „Open Source steht für Offenheit, Zusammenarbeit und Vertrauen – genau die Werte, die eine moderne Verwaltung auszeichnen sollten. Der Wettbewerb macht sichtbar, wie viel Gestaltungskraft in gemeinschaftlichen digitalen Lösungen steckt.“
Als Initiator und Ausrichter unterstützt SUSE den Wettbewerb, um wegweisende Projekte hervorzuheben. Gleichzeitig wird die Bedeutung für die digitale Transformation der Verwaltung unterstrichen. Entscheidend ist dabei der Blick über einzelne Organisationen hinaus. Viele Herausforderungen in der öffentlichen Verwaltung sind vergleichbar und viele Lösungen bereits vorhanden. Der Wettbewerb schafft hier Transparenz, fördert den Austausch und unterstützt die Nachnutzung erprobter Ansätze.
Auszeichnungen in vier Kategorien
Ausgezeichnet werden Projekte in vier zentralen Kategorien, die unterschiedliche Aspekte der digitalen Verwaltung adressieren:
- Im Bereich Fachverfahren stehen Open-Source-Lösungen im Fokus, die Verwaltungsleistungen für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen effizienter, transparenter und nutzerfreundlicher gestalten.
- Die Kategorie interne Verwaltungsanwendungen umfasst digitale Werkzeuge, die darauf abzielen, Abläufe innerhalb der Verwaltung zu modernisieren und zu vereinfachen.
- Unter dem Stichwort Transformation werden strategische Ansätze gewürdigt, die eine nachhaltige digitale Veränderung in Organisationen vorantreiben.
- Ergänzt wird dies durch die Kategorie Künstliche Intelligenz, in der verantwortungsvolle und nachvollziehbare KI-Anwendungen auf Open-Source-Basis ausgezeichnet werden, die zur Stärkung der Verwaltungsleistung beitragen.
Dabei können Projekte in bis zu zwei Kategorien eingereicht werden. Dadurch entsteht die Möglichkeit, unterschiedliche Wirkungsdimensionen einer Lösung sichtbar zu machen und ihre Relevanz umfassender darzustellen.
Auszeichnung der Gewinnerprojekte auf der Smart Country Convention in Berlin
Eine auserlesene Fachjury aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft wird die eingereichten Projekte bewerten und die überzeugendsten Ansätze auszeichnen. Ihr gehört unter anderem auch IONOS CTO Dr. Markus Noga an. Er bringt tiefe Cloud- und KI-Expertise mit, die gerade für die Bewertung souveräner Open-Source-Lösungen entscheidend ist. Darüber hinaus wird im Rahmen eines Community-Votings auch die Perspektive der Öffentlichkeit in die Bewertung einbezogen.
Die Preisverleihung findet im Rahmen der Smart Country Convention 2026 vom 13. bis 15. Oktober 2026 in Berlin statt. Dort präsentieren die Finalisten gemeinsam mit ihren jeweiligen Umsetzungspartnern ihre konkreten Anwendungsfälle und geben praxisnahe Einblicke in erfolgreiche Open-Source-Projekte in der öffentlichen Verwaltung. Die Auszeichnung vor einem exklusiven Fachpublikum ist dabei nur ein Teil des Mehrwerts. Ebenso eröffnet sich die Möglichkeit, als Impulsgeber aufzutreten, die eigene Expertise sichtbar zu machen, mediale Präsenz in Fachmedien und Tagespresse zu erzielen sowie in den direkten Austausch mit Entscheidern und relevanten Multiplikatoren zu treten. Damit verbunden sind eine bundesweite Aufmerksamkeit für die eingereichten Projekte und eine nachhaltige Anerkennung innovativer Leistungen.
Für die teilnehmenden Institutionen bedeutet dies insbesondere eine starke öffentliche Wahrnehmung ihrer Arbeit. Zudem bietet es die Möglichkeit zur Präsentation auf einer der wichtigsten Plattformen für digitale Verwaltung in Deutschland sowie wertvolle Vernetzung mit anderen Vorreitern. Aber auch die Umsetzungspartner profitieren. Die offizielle Auszeichnung stärkt ihre Referenzen, erhöht ihre Sichtbarkeit als kompetente Open-Source-Partner der öffentlichen Hand und vertieft die Kundenbeziehungen durch den gemeinsamen Erfolg.
Jetzt Projekte beim Open Source Wettbewerb einreichen
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Projekte einzureichen. Jede qualifizierte Einreichung trägt dazu bei, ein starkes und differenziertes Bild der digitalen Leistungsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung zu zeichnen. Beiträge aus Bund, Ländern und Kommunen machen die Bandbreite bestehender Open-Source-Lösungen sichtbar. Zudem zeigen die Projekte, dass viele Herausforderungen nicht isoliert, sondern bereits erfolgreich und übertragbar gelöst werden. Gleichzeitig belegen die Beiträge die Reife, Skalierbarkeit und Professionalität von Open Source im produktiven Einsatz. Das sendet ein klares Signal an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Jede Einreichung ist daher mehr als ein Wettbewerbsbeitrag: Es handelt sich um einen Beitrag zur Weiterentwicklung des gesamten Ökosystems. Die Open-Source-Community wird dadurch gestärkt, der Wissenstransfer gefördert und die Skalierung bewährter Lösungen unterstützt.
Bewerbungen sind noch bis zum 30. Juni 2026 über die Wettbewerbs-Website möglich. Dies bietet die Chance, erfolgreiche Projekte einer breiten Fachöffentlichkeit zu präsentieren und die digitale Transformation der Verwaltung aktiv mitzugestalten.
Der Dank für die Ermöglichung des Wettbewerbs gilt allen Partnern, die diesen Wettbewerb ermöglichen und mittragen: dem BMDS für die Schirmherrschaft und der Open Source Business Alliance für die Trägerschaft. Das Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS) unterstützt das Vorhaben als ideeller Partner. Capgemini und SUSE begleiten das Projekt organisatorisch und finanziell als Ausrichter. Neu ist in diesem Jahr die Partnerschaft mit IONOS. Diese Kooperation leistet einen weiteren wichtigen Beitrag dazu, die Initiative zu stärken und die Reichweite auszubauen.
Weiterführende Links:
- Open Source Wettbewerb 2026
- SUSE
- IONOS Cloud-Stack
- IONOS CTO Dr. Markus Noga
- Smart Country Convention 2026
- Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS)
- Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS)
- Open Source Business Alliance – Bundesverband für digitale Souveränität e.V.
- SUSE Rancher Prime auf der IONOS Cloud bereitstellen