Lange war Cloud-Souveränität vor allem ein politisches Schlagwort. Inzwischen ist sie für viele Unternehmen eine handfeste Anforderung, getrieben durch regulatorische Vorgaben, geopolitische Unsicherheiten und wachsender Druck auf die Datenverwaltung. Gesetze wie der Digital Operational Resilience Act (DORA), der seit Januar 2025 in Kraft ist, und die NIS2-Richtlinie definieren konkrete Erwartungen an Betriebsstabilität, Risikomanagement und die Kontrolle über Drittanbieter. Parallel dazu schauen Unternehmen genauer hin, wie ihre Daten und Workloads über verschiedene Jurisdiktionen hinweg verwaltet werden.
Für Unternehmen in regulierten Branchen wie Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen oder dem öffentlichen Sektor entscheiden immer häufiger diese Fragen: Wer kontrolliert die Umgebung? Welches Recht gilt? Wer trägt die Verantwortung, wenn etwas schief läuft?
Genau hier setzt die Partnerschaft zwischen IONOS und Broadcom an.
Warum europäische Unternehmen heute anders über Cloud entscheiden
Bei IONOS begleiten wir täglich Unternehmen, die ihre Cloud-Strategie unter veränderten Vorzeichen neu bewerten. Was wir dabei beobachten: Compliance-Anforderungen, Risikoabwägungen auf Vorstandsebene und Fragen zur langfristigen Betriebssicherheit prägen Entscheidungen stärker als je zuvor.
Kunden wollen verlässliche, skalierbare Enterprise-Infrastruktur auf Basis von VMware-Technologie, aber sie wollen gleichzeitig die Gewissheit, dass diese unter europäischem Eigentum, europäischem Recht und europäischer Governance betrieben wird.
Und sie wollen Stabilität. In einer Phase erheblichen Wandels suchen Unternehmen nach kalkulierbaren Modellen, verlässlichem Support und klarer Verantwortlichkeit.
Was die Partnerschaft mit Broadcom konkret bedeutet
Wir bei IONOS sind als Go-Forward VMware Cloud Service Provider (VCSP) zertifiziert. Das bedeutet für unsere Kunden: langfristige Betriebskontinuität, reduziertes Migrationsrisiko und belastbare Planungssicherheit beim Umgang mit ihren VMware-Umgebungen.
Die Partnerschaft mit Broadcom besteht seit mehr als 15 Jahren. Sie verbindet tiefes VMware-Know-how mit lokalen Investitionen und einer Infrastruktur, die vollständig unter europäischem Eigentum und europäischer Rechtsprechung betrieben wird. Mit Managed VMware Cloud Foundation (VCF) können Unternehmen geschäftskritische Workloads auf einer ausgereiften Enterprise-Plattform weiter betreiben und gleichzeitig die Kontrolle darüber behalten, wo und wie diese Dienste erbracht werden.
Der Mehrwert geht über reine Infrastruktur hinaus. Wer DORA-Anforderungen erfüllen oder Frameworks wie das BSI C5 nachweisen muss, profitiert davon, Lizenzierung, Infrastruktur und Betrieb aus einer Hand zu beziehen, mit einem einzigen vertraglich verantwortlichen europäischen Anbieter. Diese Klarheit wird gerade in regulierten Branchen immer wichtiger.
Souveränität heißt auch: Ansprechpartner vor Ort
In der Debatte über Cloud-Souveränität steht oft die Frage nach Datenspeicherort und Compliance im Vordergrund. Beides ist wichtig, aber es ist nur ein Teil des Bildes.
Was uns Kunden nach einer Migration regelmäßig zurückmelden: Der Zugang zu lokalem Support und echten Ansprechpartnern ist mindestens genauso wertvoll. Wer kritische Umgebungen betreibt, will wissen, dass er jemanden direkt erreichen kann. Dass es einen Ansprechpartner gibt, den man anrufen kann.
Unsere Support-Teams sitzen in Europa, arbeiten unter denselben rechtlichen Rahmenbedingungen wie unsere Kunden und vermeiden damit Fragen zu Datenflüssen oder extraterritorialem Zugriff. Alle Kundendaten und Workloads verbleiben auf europäischem Boden.
Das ist besonders relevant für Betreiber kritischer Infrastruktur. Ein deutsches Unternehmen, das seine VMware-Umgebung auf Managed VCF migriert, braucht nicht nur eine resiliente Plattform, es braucht einen Partner, der lokal verwurzelt und dauerhaft erreichbar ist.
Migration ohne Neuanfang: Modernisierung im eigenen Tempo
Ein verbreitetes Missverständnis: Souveränität erfordert einen kompletten Neustart – neue Architekturen, neu entwickelte Anwendungen. Das stimmt in den meisten Fällen nicht.
Wir bei IONOS holen Unternehmen dort ab, wo sie stehen. Wer eine funktionierende VMware-Umgebung betreibt, kann bestehende Workloads mit minimalem Aufwand in eine Managed-VCF-Umgebung überführen. Je nach Anforderung stehen Self-Service-, Co-Managed- oder vollständig gemanagte Betriebsmodelle zur Wahl. Hybride Architekturen und Verbindungen zu Hyperscalern bleiben dabei vollständig unterstützt.
So lässt sich Modernisierung schrittweise umsetzen, angepasst an den eigenen Zeitplan und die jeweiligen Anforderungen an Datensensibilität und Betriebssicherheit.
Souveräne KI: die nächste Anforderung am Horizont
Mit dem Aufkommen souveräner KI-Infrastruktur stellen uns Kunden zunehmend dieselbe Frage wie beim Thema Cloud: Wer kontrolliert diese Umgebung?
Souveränität dehnt sich von der Cloud-Infrastruktur auf den gesamten KI-Stack aus. Wir bei IONOS investieren deshalb gezielt in GPU-Infrastruktur und KI-fähige Umgebungen, betrieben unter europäischer Jurisdiktion. Denn was für Daten und Workloads gilt, gilt bald ebenso für KI-Modelle und -Anwendungen: Vertrauen entsteht dort, wo Kontrolle und Verantwortung klar geregelt sind.
Souveränität ist kein Endzustand – sie wird täglich operationalisiert
Die europäische Cloud-Debatte hat sich verschoben. Es geht nicht mehr um das Ob, sondern um das Wie: Wie setzen Unternehmen Souveränität im Alltag um, ohne dabei auf Performance, Flexibilität oder Innovationsfähigkeit zu verzichten?
Für Unternehmen, die ihre VMware-Umgebungen neu bewerten, regulatorische Anforderungen erfüllen müssen oder sich auf den nächsten KI-Adoptionsschub vorbereiten, braucht es Partner, die beides liefern können: technische Exzellenz und klare Verantwortlichkeit.
Die Kombination aus Enterprise-VMware-Fähigkeiten, europäischer Governance und lokalem Support bildet dafür eine verlässliche Basis, heute und für das, was als Nächstes kommt.